Bankenkrise – was bedeutet das für meine Vorsorge?
Diese oder ähnliche Gedanken gehen durch den Kopf, wenn die Presse ständig von neuen, Milliarden teuren Rettungsaktionen für Banken in Schieflage berichten. Allein für die IKB Bank wurden 6,6 Mrd. Euro aufgewendet, und jetzt benötigt die Bayerische Landesbank auch noch 4 Mrd. Euro – vorwiegend aus Steuermitteln. Die Aktienkurse fallen, was ist noch sicher und wie vermeiden eigentlich die Profis wie Pensionskassen Verluste bei Ihren Investments?
Wir fragten dazu Georg Nauerz, seit 1993 in alternativen Investments erfahrener Vermögensverwalter und Vorstand der Nauerz & Noell AG. Die Nauerz & Noell AG entwickelt und betreut seit dem Jahr 2000 individuelle alternative Investmentlösungen mit den Schwerpunkten Hedge Funds und Private Equity.
Herr Nauerz, das, was Ihr Unternehmen macht, hört sich kompliziert an und strotzt vor Fachbegriffen. Können Sie uns als einer der erfahrensten deutschen Hedge Fonds Manager, erklären, was Hedge Fonds sind?
Weltweit gibt es über 8.000 Hedge Fonds, die teilweise mit sehr unterschiedlichen Strategien arbeiten. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie in der Regel deutlich aktiver arbeiten als traditionelle Investmentfonds und sich in der Regel auf spezielle Strategien konzentrieren. Seit Jahrzehnten haben sie bewiesen, dass durch ihren Einsatz Vermögen stabilisiert werden und dabei sogar mehr Rendite erzielt werden kann. Das haben in den letzten Jahren auch z.B. Pensionskassen wie die der Nestle erkannt und investieren nicht selten über 20%-30% in Hedge Fonds.
Aber Hedge Fonds werden doch mit „hohem Risiko“ gleichgesetzt. Wie kommt das?
Das ist wieder mal ein typisch deutsches Phänomen. Der Begriff „Hedge“ ist leider irreführend und wurde durch Politik und Presse negativ besetzt. Im Ausland besteht das Problem weniger, zumal „to hedge“ ja auch „absichern“ bedeutet. Bereits 1949 wurde der erste Hedge Fonds in den USA aufgelegt und hatte tatsächlich nur ein Ziel, Verluste zu vermeiden. Also genau das Gegenteil der landläufigen Meinung
In einem Ihrer Interviews in der Telebörse weisen Sie darauf hin, dass gerade in schwierigen Börsenzeiten diese Anlagestrategie gute Ergebnisse erzielt. Warum kann auch bei fallenden Kursen Gewinn gemacht werden?
Ja, das klingt nach Zauberei, ist es aber gar nicht. Wenn ich Verluste vermeiden will, muss ich mich absichern. Ein Manager alternativer Investments sichert sich gegen fallende Kurse ab, indem er einen Teil seines Investments in so genannte „Leerverkäufe“ investiert. Dabei werden geliehene Aktien verkauft mit der Absicht diese später (bei gefallenen Kursen) billiger zurück zu kaufen.
Wenn die Kurse allerdings steigen, würde man hier Verluste machen, aber wenn die Kurse fallen… – dann haben Sie gewonnen?
Richtig, die Kosten der Absicherung sind wie eine Versicherungsprämie zu sehen. Deshalb werden alternative Investments in positiven Märkten immer eine niedrigere Rendite als Aktieninvestments haben, in fallenden Märkten aber Verluste vermeiden.
Das ist logisch, eine Beimischung von Hedge Fonds mindert also mein Risiko. Wie kann ich das nun praktisch machen?
Durch ein besonderes Konzept der alpeco AG aus Kempten ist es möglich, neben klassischen Aktienfonds auch Edelmetalle und alternative Investments wie unseren Alternativ Select professinal in einem Depot zu verwalten. Die Zusammensetzung bestimmen Sie dabei selbst. Handeln Sie also wie die Profis.
Herr Nauerz, vielen Dank für die interessanten Hintergründe und Tipps.
Das Interview führte Rüdiger Boy weitere Infos:
Email info@boyfinanz.de, Tel. 04102-692201, www.boyfinanz.li, info@menn-finanzen.de




Dienstag, 16. März 2010 2:39
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